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Titelbild Projekt Identität im digitalen Zeitalter. Entwurf: Klaus Neuburg Titelbild Projekt Identität im digitalen Zeitalter. Entwurf: Klaus Neuburg

Hier stehe ich - Kirchliches Leben und digitaler Wandel

Rückschau: Projekt "Identität im digitalen Zeitalter"

Der Themenbereich "Neue Medien" wurde durch ein Akademie--Projekt im Jahr 2014 vorbereitet: "Hier stehe ich. Identität im digitalen Zeitalter".  

Das Projekt ging von der Tatsache aus, dass die elektronischen Medien schon lange keine interessante Nebensache mehr sind, sondern ein Alltagsmedium.

Welchen Einfluss hat der digitale Wandel auf meine Identität?
Wie verändert sich unser Leben, wenn elektronische Medien immer stärker unsere Kommunikation bestimmen? Und vor allem: was macht diese hochdynamische kulturelle und technische Entwicklung mit uns selbst? Welche Auswirkungen hat sie letztlich auf unsere Identität?

Zehn Bereiche unseres Alltags wurden exemplarisch ausgewählt 
Das waren die zentrale Ausgangsfragen. Das Projektteam, Dr. Frank Vogelsang und Hella Blum von der Akademie sowie Dr. Sebastian Pranz und Klaus Neuburg vom motoki-Kollektiv, Köln, entschieden sich , diesen Fragen exemplarisch nachzugehen. Das Projektteam wählte dazu zehn Bereiche, die eng mit unserer Identität verbunden aus: Wissen, Heimat, Kreativität, Beziehung, Körper, Arbeit, Gedächtnis, Besitz, Biografie und Religion.

Einladung zum Gedankenaustausch online und offline 
Während des Projektverlaufs mischten sich unterschiedliche Kommunikationsformen: Gedankenaustausch, vermittelt über neue Medien, und persönliche Begegnung traten in Beziehung zueinander. Denn wir wollten vor allem eines: ins Gespräch kommen mit denen, die sich dieselben Fragen stellen.

Erste Projektphase: Der Blog "Hier stehe ich"
Zentrale Plattform in der ersten Phase des Projekts war der Blog "Hier stehe ich". Er ging am 25. März 2014 online.

Stimmungsbilder unseres Alltagslebens entstanden
Der Blog lud ein zu einem Austausch über die Identität im digitalen Zeitalter, über Vor- und Nachteile unseres Lebens mit den digitalen Medien, über Verheißungen und Befürchtungen, über Veränderungen unseres Alltags. Gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern suchte das Projetteam nach Standpunkten – Ergebnis offen.

In diesem Prozess entstanden Stimmungsbilder unseres Alltagslebens zwischen analoger und digitaler Welt. Verbunden damit war eine Plakataktion: Besucherinnen und Besucher der Seite konnten Statements zur Veröffentlichung einreichen - und erhielten ein gestaltetes Online-Plakat zurück, ein Unikat zurück.

Fortführung: Persönliche Begegnung auf einer Tagung am 23./24. Mai 2014
Auf einer Tagung an der Evangelischen Akademie im Rheinland war am 23./24. Mai 2014 Gelegenheit sich offline, also in der persönlichen Begegnung, über das zu unterhalten, was das Netz für unseren Alltag heute bedeutet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Generationen. Sie nahmen die im Blog gestellten Fragen auf, brachten ihre Sichtweise ein, weitere Impulse kamen hinzu, neue Fragen tauchten auf und wurden diskutiert.

Logo der Bundeszentrale für Politische Bildung Logo der Bundeszentrale für Politische Bildung

Die Tagung fand statt im Rahmen des Netzwerkprojekts „Die gesellschaftliche Aktualität der Reformation“, eines Netzwerkprojekts der Evangelischen Akademien in Deutschland e.V. mit Unterstützung der Bundeszentrale für Politische Bildung/bpb zum Reformationsjubiläum 2017.

Das Projekt war eine gemeinsame Initiative der Evangelischen Akademie im Rheinland und des motoki Kollektivs e.V., Köln

Plakat zum Projekt: These zum Bereich Religion. Grafischer Entwurf: Klaus Neuburg Bild-LupePlakat zum Projekt: These zum Bereich Religion. Grafischer Entwurf: Klaus Neuburg

Einer der ausgewählten exemplarischen Bereiche: Religion
Einer der exemplarischen Bereich, die bei dem Projekt angesprochen wurden, war der Bereich von Religion und Religiosität. Dazu stellte das Projektteam die folgenden Fragen zur Diskussion: 

Auch unsere religiösen Erfahrungen können Teil des Netzes werden
Alles kann Teil des Netzes werden, also auch unsere religiösen Erfahrungen. Wie aber teilt man religiösen Erfahrungen mit anderen in einem Post? Gibt es ein virtuelles Gemeindeleben? Was geht im Netz, was geht nicht: Gottesdienste feiern, Beten, Beichten?!

Online-Angebote für Seelsorge sind heute schon fast ein „alter Hut“. Warum sollte es nicht einen digitalen Friedhof geben? Findet der Heilige Geist den Weg in die sozialen Medien?

Das Netz - ein neues Erzählmedium?
Der christliche Glaube lebt davon, dass erzählt wird, von den biblischen Geschichten bis zu den eigenen Erfahrungen. Wo könnte das besser geschehen als in den sozialen Medien, in denen sich Nachrichten in Windeseile verbreiten können?

Lupe

Ist kontemplative Frömmigkeit im Netz möglich?
Und täglich kamen tausende Freunde hinzu – virtuell ist das leichter möglich. Doch wenn jemand hinzukommt – wie lange bleibt er oder sie? Wer schnell kommt, kann auch schnell wieder verschwinden.
Was ist mit den Stillen im Lande, mit denen, die einer kontemplativen Frömmigkeit folgen – findet diese im Netz nicht mehr statt?

Warum sind Online-Unterhaltungen über religiöser Fragen eher selten? 
Manche religiösen Rituale brauchen Präsenz. So verweigert sich die Feier des christlichen Abendmahls modernen Kommunikationsmedien und virtuellen Gemeinschaften. Neuere Umfragen zeigen zudem: die Menschen kommunizieren bislang im Netz über vieles, doch religiöse Fragen sind noch eher selten.

Lupe

Tagungsabschluss: Die eigene Position verorten
Zum Schluss unserer Tagung im Mai 2014 ging es darum, den persönlichen, aktuellen Standpunkt zu den zehn diskutierten Alltagsbereichen jeweils in einem Koordinatennetz symbolisch zu verorten.

Jedes Mal war die Ausgangsfrage:
Wie verändern die digitalen Medien meinen Alltag in diesem Bereich?
Die Fläche des für alle Bereiche gleichen Koordinatennetzes spannte sich auf zwischen den Polen „beeinflusst mich negativ“ – „beeinflusst mich positiv“ und den Polen „beängstigt mich“ – „motiviert mich“.

Eröffnen die digitale Medien neue Möglichkeiten für meine religiöse Praxis
und mein Verhältnis zur Religion?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten auf transparenter Folie jeweils einen roten Klebepunkt in das vorgegebene Koordinatensystem. In einem weiteren Schritt wurden die Folien mit den Einzelvoten übereinander gelegt. Dabei entstanden erkennbare Cluster – sozusagen ein “Stimmungsbild” unter den Teilnehmenden. Alle so entstandenen Stimmungsbilder sind in unserem Projekt-Blog dokumentiert.

Positives Stimmungsbild für den Bereich "Identität und Religion"
Die hier gezeigte Folie dokumentiert das Stimmungsbild zum Bereich “Identität und Religion”. In der Gruppe der Teilnehmenden überwogen die positiven Einschätzungen im Blick auf die Wechselwirkungen von persönlichen religiösen Erfahrung und neuen digitalen Möglichkeiten.

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hbl / 08.05.2016



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